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The young woman with medical mask on her face stands on the crowded street

Corona Update — Aktuelle Situation, Delta-Variante

Wie bedrohlich ist die aktuelle Situation?

[Dr. Karsten Karad, aktu­al­isiert: 03.09.2021]

Impfungen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Schwangere? Sinnvoll oder gefährlich?

Der Druck der Poli­tik, sich impfen zu lassen, wird immer höher: „Soll ich auch meine Kinder impfen lassen?“ Doch die Imp­fung mit den nach einem ganz neuen Wirkprinzip arbei­t­en­den Impf­stof­fen bleibt ein Risiko. Auch wenn die Impf­stoffe mil­lio­nen­fach verabre­icht wor­den sind, bleibt vor allem das Risiko für die Entste­hung von Autoim­munkrankheit­en beste­hen. Diese entste­hen oft erst nach Monat­en; die Myokardi­tis-Fälle beim mRNA-Impf­stoff BioN­Tech kön­nten Vor­boten davon sein. Let­z­tendlich wer­den wir dies erst in ein oder zwei Jahren beurteilen können.

Für alle, die sich umfassender informieren wollen, gibt es ein inter­es­santes Video von Servus TV. Urteilen Sie selbst!

Alter­na­tiv­er Link: Servus-TV:

https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa-28a3dbyxh1w11/

Weit­ere  Info-Videos am Ende des Beitrags.

Corona: Inzidenz- und Sterbezahlen, eine Analyse

In den Main-Stream-Print­me­di­en wie z. B. unsere Tageszeitung „Ruhr Nachricht­en“ wer­den  fast täglich die Coro­na-Zahlen, — meist ohne Kom­men­tar und Erläuterung – veröffentlicht:

Mein Fre­und Ger­hard P. (SPD) gab zu bedenken, dass man die Coro­na-Zahlen auch immer zu den Gesamt­bevölkerung eines Lan­des in Rela­tion set­zen muss. Und er hat Recht! Die Inzi­denz­zahlen sind – wie auch im Artikel der WELT AM SONNTAG (s.u.) gezeigt unge­nau, um nicht zu sagen, irrel­e­vant. Ein real­is­tis­ch­er Ver­gle­ich der Län­der ist eher möglich, wenn man die Zahl der an Covid-19 Ver­stor­be­nen mit der Bevölkerungszahl in Rela­tion set­zt. Das habe ich mal mit der Tabelle aus den Ruhr Nachricht­en (vom 11.08.2021) aus­gew­ertet. Man kommt zu über­raschen­den Ergebnissen:

Ländervergleich — nur geringe Unterschiede trotz unterschiedlicher Corona-Maßnahmen

Dabei ist weit­er­hin zu beacht­en, dass dies die Zahlen von 1 ½ Jahren Coro­na-Pan­demie umfasst und die Todes­fälle durch und mit (ich wieder­hole: „mit“) Coro­na erfasst.

Die Quote liegt über­all in Europa unge­fähr bei 0,1 bis 0,2 Prozent, der Men­schen, die „an und mit (!)” Coro­na gestor­ben sind. Am besten schnei­det Däne­mark ab, aber auch Schwe­den liegt im Mit­telfeld, bess­er z. B. als Frankre­ich (=> strenge Maskenpflicht!), Großbri­tan­nien oder Bel­gien. Und die Nieder­lande, wo doch so schreck­lich hohe Inzi­denz­zahlen vor­la­gen und Coro­na so schw­er gewütet hat? Hier sind die Zahlen sog­ar noch etwas bess­er als in Deutschland!

Und dass, obwohl die Hol­län­der fast alle Beschränkun­gen aufge­hoben haben. Ja, im Zuge der Delta-Welle ist es noch ein­mal zu einem Anstieg der Inzi­denz­zahlen gekom­men. Aber auf den Inten­sivs­ta­tio­nen blieb es weit­ge­hend leer!

Die Ruhr Nachricht­en blieben natür­lich bei Ihrem poli­tisch kor­rek­tem Main­stream: Am 29.07.21 titel­ten sie:

Für den plöt­zlichen Ein­bruch der Inzi­denz­zahlen gibt es für die RN natür­lich nur einen Grund: „Die Experten sehen einen deut­lichen Zusam­men­hang mit der Ver­schär­fung der Maß­nah­men Anfang Juli“ ste­ht in dem Artikel. Aber was waren das für Ver­schär­fun­gen? Maskenpflicht? Nein, — keine Maskenpflicht! Lediglich die Diskotheken durften über Nacht nicht geöffnet wer­den und in den Restau­rants (wohlbe­merkt in den Innen­räu­men!) soll­ten die Tis­che 1,5 m Abstand haben, das war alles an Verschärfung!

Als dann in Großbri­tan­nien der­selbe Ein­bruch der „Delta-Welle“ erfol­gte, obwohl Bor­ris John­son doch alle Coro­na-Maß­nah­men aufge­hoben hat, waren die RN gän­zlich ratlos:

Ruhr Nachricht­en, 31.07.21:

Meine per­sön­liche Prog­nose: Da wir bish­er in etwa dieselbe Entwick­lung wie in den Nieder­lan­den hat­ten, und zwar trotz Lock­down und Maskenpflicht (!), wird es auch dies­mal so sein: die Inzi­denz­zahlen wer­den erst mal weit­er steigen, zum Glück wer­den die Inten­sivs­ta­tio­nen aber allen­falls ger­ingfügig mehr Fälle aufnehmen müssen. Und dann wird die Delta-Welle – oh Wun­der – auf ein­mal rasch in den Inzi­denz­zahlen ein­brechen. Und zwar ganz unab­hängig von irgendwelchen Coro­na-Maß­nah­men (genau wie in Hol­land und Großbritannien).

Sind die Corona-Einschränkungen noch zu rechtfertigen?

„Höchste Zeit für die Freiheit“

In der „Welt am Son­ntag“ (08.08.2021) find­et sich ein sehr guter Artikel zum Sta­tus Quo

Titel: „Höch­ste Zeit für die Frei­heit“ von Staat­srechtler Horst Dreier. (Auszüge daraus)

[Link] https://www.welt.de/politik/deutschland/plus233022745/Corona-Regeln-in-Deutschland-Hoechste-Zeit-fuer-die-Freiheit.html

Die Coro­na-Zahlen steigen wieder! Diese Botschaft hören wir seit eini­gen Wochen mantra­haft jeden Abend in den Nachricht­en. Jedoch: Der Anstieg, wie er seit Anfang Juli zu verze­ich­nen ist, startet von einem his­torischen Tief, näm­lich ein­er Inzi­denz von fünf am 7. Juli 2021. Zwei Wochen später lag sie bei elf, weit­ere zwei Wochen danach bei 18,5, an diesem Sam­stag bei 21,2. Das wird man nicht ger­ade einen ras­an­ten oder gar expo­nen­tiellen Anstieg nen­nen wollen, …..Jeden­falls liegen die aktuellen Werte weit unter­halb jen­er allerersten Gefahren­schwelle von 35, wie sie im Infek­tion­ss­chutzge­setz fest­geschrieben ist. …

Dabei ist noch gar nicht berück­sichtigt, dass Infek­tion keineswegs iden­tisch mit Krankheit ist. Viele Infek­tionsver­läufe bleiben gän­zlich ohne Symp­tome. Von daher ist die gängige Gegenüber­stel­lung von infizierten und gene­se­nen Per­so­n­en irreführend, denn als gene­sen kann man nur gel­ten, wenn man krank war. Viele Infizierte waren aber niemals krank. Ohne­hin ist die Aus­sagekraft der Inzi­den­zw­erte sehr beschränkt, um es ein­mal ganz milde auszu­drück­en. Man stellt hier auf die soge­nan­nten PCR-Tests ab. Ein solch­er Test zeigt aber nicht notwendig eine aktuelle Infek­tion und schon gar nicht sich­er die Infek­tiösität der getesteten Per­son an. ….

Ins­ge­samt bleibt der ernüchternde Befund, dass die Inzi­den­zw­erte bei isoliert­er Betra­ch­tung über die tat­säch­liche Gefahren­lage nur wenig aus­sagen. Umso mehr ver­wun­dert, dass diese Werte häu­fig und mit der soge­nan­nten Bun­desnot­bremse sog­ar von Geset­zes wegen als einzig rel­e­vante Größe für die zu ergreifend­en Maß­nah­men fix­iert wurden.

Dabei hat der Leit­er der Abteilung Epi­demi­olo­gie am Helmholtz-Zen­trum für Infek­tions­forschung, Gérard Krause, in der Anhörung des Gesund­heit­sauss­chuss­es des Bun­destages bere­its im Novem­ber 2020 schlüs­sig dargelegt, dass die Gren­zw­erte als (alleinige) Indika­toren „aus min­destens acht Grün­den wed­er epi­demi­ol­o­gisch noch durch all­ge­meine Logik“ den Bezug zu den Bekämp­fungs­maß­nah­men recht­fer­ti­gen kön­nten. … Wichtige weit­ere Indika­toren seien die Altersverteilung der Fälle, der Anteil leichter und schw­er­er Erkrankun­gen, die Anzahl hos­pi­tal­isiert­er und beat­meter Patien­ten und anderes mehr. Aber der Geset­zge­ber ist ihm nicht gefolgt.

Nun stellt das Infek­tion­ss­chutzge­setz keineswegs durchgängig nur auf die Inzi­den­zen ab. Im Para­graf 28a wird aus­drück­lich als weit­eres wesentlich­es Schutzan­liegen die „Funk­tions­fähigkeit des Gesund­heitssys­tems“ genan­nt. Davon haben wir in den let­zten Wochen freilich wenig gehört – vielle­icht deshalb, weil sie nicht annäherungsweise gefährdet ist? Phasen­weise hat­te man diesen Aspekt ganz nach vorne gerückt, oft mit drastis­chen Bildern aus den Inten­sivs­ta­tio­nen unterlegt.

Was sagen die Zahlen? Während sich am 3. Jan­u­ar 2021 knapp 6000 Covid-19-Patien­ten in Inten­sivbe­hand­lung befan­den, und es im April immer noch etwas mehr als 5000 waren, betrug die Zahl am 4. August knapp 400.

Von ein­er Über­las­tung also keine Spur. Schon wieder eine gute Nachricht, die von vie­len Medi­en aber kaum ver­bre­it­et wird. Only bad news are good news?

….Die nun seit Beginn der Pan­demie gemachte Beobach­tung, dass von schätzungsweise 14 Mil­lio­nen Kindern und Jugendlichen in Deutsch­land nur etwa 1200 mit ein­er Sars-CoV-2-Infek­tion im Kranken­haus (< 0,01 Prozent) behan­delt wer­den mussten und vier an ihrer Infek­tion ver­star­ben (< 0,00002 Prozent), sollte Anlass sein, Eltern über­große Sor­gen vor einem schw­eren Krankheitsver­lauf bei ihren Kindern zu nehmen.“ …..

Aus welchem Grund wer­den all diese ermuti­gen­den Zeichen nicht stärk­er gewürdigt, warum wird stattdessen von Long Covid (hier ver­fü­gen wir prak­tisch über keine vali­den Dat­en), der Gefährlichkeit der Delta-Vari­ante (sie ist nur ansteck­ender, nicht tödlich­er) und viert­er Welle gemenetekelt?

….. Möcht­en sich die Poli­tik­er das ein­drucksvolle Instru­men­tar­i­um an Frei­heit­sein­schränkun­gen, dass sie sich in den let­zten anderthalb Jahren geschaf­fen haben, nicht so rasch wieder weg­nehmen lassen?

Ich weiß allerd­ings, dass es im Vere­inigten Kön­i­gre­ich anders aussieht. Als Boris John­son vor Wochen ankündigte, am 19. Juli den Free­dom Day auszu­rufen und fast alle pan­demiebe­d­ingten Restrik­tio­nen des öffentlichen Lebens aufzuheben, ging ein Schrei des Entset­zens durch Deutsch­land. Wahnsinn und Unver­ant­wortlichkeit wurde ihm vorgehalten.

Doch keine der Neg­a­tivprog­nosen erfüllte sich, der Plan des Pre­mier­min­is­ters ging auf. Nun spricht man von einem Coro­na-Wun­der. Aber vielle­icht war es gar kein Wun­der, son­dern nur eine etwas real­is­tis­chere, gelassenere, weniger pes­simistis­che und angst­getriebene Sichtweise auf die Dinge. Jeden­falls kön­nten wir einen solchen Free­dom Day in Deutsch­land eigentlich gut gebrauchen, nein – wir haben ihn uns verdient

Mehr noch: ….. Denn nicht der Gebrauch grun­drechtlich­er Frei­heit ist im demokratis­chen Rechtsstaat begrün­dungs­bedürftig, son­dern die Ein­griffe in diese Frei­heit sind es. Und angesichts der ins­ge­samt entspan­nten Lage wird es immer schwieriger, noch belast­bare Gründe für Ein­schränkun­gen zu find­en – jeden­falls für Geimpfte und Gene­sene. Diese genießen auch keine „Priv­i­legien“, wie es oft irreführend heißt, son­dern sie nehmen ihre ure­ige­nen, ihre „unver­let­zlichen und unveräußer­lichen“ Rechte wahr, von denen das Grundge­setz in Artikel 1 Absatz 2 spricht.

Das Coro­na-Regime darf nicht zum Dauerzu­s­tand wer­den. Die Rück­kehr zur grun­drechtlichen Nor­mal­ität ist kein from­mer Wun­sch, son­dern ver­fas­sungsrechtlich­es Gebot

[Per­sön­liche Anmerkung: Dank an Horst Dreier, Dank an die “WELT AM SONNTAG” für diesen scharf­sin­ni­gen Artikel. Nun, da ich erfahre, dass die SPD doch noch den einen oder anderen großar­ti­gen Denker hat, brauche ich mich mein­er SPD-Mit­glied­schaft nicht mehr zu schämen!]

Aber auch andere namhafte Poli­tik­er, wie z. B. der FDP-Chef Lind­ner sehen das genauso:

Berlin. Der FDP-Vor­sitzende Chris­t­ian Lind­ner fordert, in der Coro­na-Pan­demie den Inzi­den­zw­ert als einziges Kri­teri­um für staatliche Schutz­maß­nah­men aufzugeben. „Wir brauchen eine Art Coro­na-Index: Er sollte sich aus Inzi­denz, aber ins­beson­dere aus der Quote der Hos­pi­tal­isierung ergeben.“

Das sagte er der „Welt am Son­ntag“. „Wenn es so ist, dass nun über­wiegend Jün­gere mit einem gerin­geren Krankheit­srisiko Überträger sind, dann reduziert sich die Gefahr der Über­las­tung des Gesund­heitssys­tems. Fol­glich kön­nen und müssen Maß­nah­men zurückgenom­men werden.“

Link: https://www.christian-lindner.de/aktuell/wir-brauchen-einen-coronaindex

Dänemark schafft Maskenpflicht ab (13.08.21)

[dpa-Mel­dung 13.08.21]

 Auch die let­zten Masken in Däne­mark fall­en: Ab Sam­stag muss man im nördlich­sten deutschen Nach­bar­land auch dann keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tra­gen, wenn man in Bus, Bahn oder Fähre steht.……”

Niedrige Inzi­denz­zahlen? Nein! Im Gegenteil;

“In den jüng­sten Ver­gle­ich­szahlen der EU-Gesund­heits­be­hörde ECDC weist Däne­mark eine 14-Tages-Inzi­denz auf, die fünf­mal so hoch wie in Deutsch­land ist.”

Offen­bar haben die dänis­chen Poli­tik­er erkan­nt, dass die Inzi­denz­zahlen kein geeignetes Kri­teri­um zur Beurteilung der Gefahren­lage sind.

Delta-Variante – Wie gefährlich wirklich?

Kekulé: Delta Vari­ante ansteck­ender, aber nicht gefährlicher

Die Delta-Vari­ante bre­it­et sich auch in Deutsch­land aus. Tat­säch­lich ist sie ansteck­ender als die Alpha-Vari­ante. Nach Ansicht des Virolo­gen Alexan­der Kekulé gibt es aber keine Hin­weise, dass sie öfter zu schw­eren Ver­läufen führt.

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/kekule-delta-variante-ansteckender-aber-nicht-gefaehrlicher-15322/

Die Imp­fung wirkt auch gegen die Delta-Vari­ante: (Arrznei-Telegramm)

Min­destens 14 Tage nach der zweit­en Dosis beträgt die Wirk­samkeit von BNT162b2 gegenüber Alpha 93,4%, gegenüber Delta 87,9%, die von AZD1222 66,1% bzw. 59,8%.9

Schwere Ver­läufe wer­den beim derzeit­i­gen Ken­nt­nis­stand nach der zweit­en Dosis jedoch auch bei Delta-Infek­tio­nen in hohem Prozentsatz verhindert.

https://www.arznei-telegramm.de/html/2021_07/2107049_01.html

Die Sit­u­a­tion auf den Inten­sivs­ta­tio­nen ist weit­er­hin weit­ge­hend entspan­nt, auch wenn die Zahl der Inten­siv­pa­tien­ten mit Covid-19 wieder auf über 1000 gestiegen ist (beachte: für ganz Deutsch­land =80 Mil­lio­nen Einwohner!).

Bemerkenswert übri­gens: Zu keinem (!) Zeit­punkt der Pan­demie war das Gesund­heitssys­tem in sein­er Funk­tions­fährigkeit gefährdet.

https://www.divi.de/register/tagesreport

Einen guten Überblick über die aktuelle Lage bietet das RKI-Dash­board und die Inten­siv­bet­ten­bele­gung Tages­re­port DIVI

Aktueller Stand — RKI Dashboard

 

Auch am Tages­re­port DIVI (Link s.o.) ist zu erken­nen, dass von ein­er Über­las­tung des Gesund­heitssys­tem nicht die Rede sein kann!

Ob neue Virus­vari­anten wieder zu steigen­den Infek­tion­szahlen führen, wis­sen wir natür­lich nicht. Aber die Immu­nität­slage in der Bevölkerung wird bei zunehmend Infizierten immer bess­er (“Her­den­im­mu­nität”), so dass jede Infek­tion­swelle auch von alleine endet.

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