Booster-Impfkampagne

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Dr. med. Karsten Karad

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Mas­sen­imp­fung und kein Ende

[Dr. Kars­ten Karad, aktualisiert:30.03.22]

Warum ich von der „4. Corona-Impfung“ abrate:

Bereits bei der drit­ten Welle mit dem Delta-Typus zeigte sich die Inef­fek­ti­vi­tät der Impfung.

Bei der Omi­kron-Welle ist eine wei­tere Imp­fung voll­kom­men nutz­los. Der Wochen­be­richt des RKI vom 17.03.2022 ist da recht aufschlussreich:

Bezo­gen auf die sym­pto­ma­ti­schen Covid-Fälle wird die Inef­fek­ti­vi­tät der Boos­ter-Imp­fung beson­ders deut­lich: Fast 2/3 (65 %) der Ü60 waren geboos­tert! Nur 20 % waren unge­impft! Ja, aber schwere Fälle wer­den ver­mie­den!? Auch ein Irr­tum: Von den Ver­stor­be­nen waren ca. 30 % bereits geboostert!

Dies deckt sich mit der Erfah­rung in unse­rer Pra­xis: Der größte Teil der posi­tiv Getes­te­ten war bereits voll­stän­dig geimpft oder sogar geboos­tert. Eine Imp­fung hat immer nur einen Zweck, näm­lich vor einer erneu­ten Infek­tion zu schüt­zen. Hier erweist sich die Imp­fung als nahezu wirkungslos!

Ich möchte Sie nicht mit einem Impf­stoff imp­fen, der Sie nicht schützt, son­dern im Gegen­teil noch das Risiko von Neben­wir­kun­gen hat.

Booster-Impfung: Medizinisch notwendig? Sinnvoll?

18.11.21

Quelle:
https://www.wa.de/politik/lockdown-ungeimpfte-regeln-2g-kontaktbeschraenkungen-ausgangssperre-karl-lauterbach-was-heisst-91116438.html

Geht es nach Karl Lau­ter­bach, sei dies das beste Model, denn: „Bei den Fall­zah­len, die wir jetzt haben, wer­den die Kli­ni­ken in den ers­ten bei­den Dezem­ber-Wochen bun­des­weit die Kapa­zi­täts­grenze über­schrei­ten“, warnte der SPD-Gesund­heits­ex­perte den Zei­tun­gen der Funke Medi­en­gruppe. „Das ist jetzt schon kaum mehr abzuwenden.“

Daher for­derte er auch für Deutsch­land: „Unge­impfte soll­ten nur noch Zugang zu ihrem Arbeits­platz, zu Lebens­mit­tel­ge­schäf­ten, Dro­ge­rien und Apo­the­ken haben.“ Dies sei die ein­zige Mög­lich­keit, wie­der Kon­trolle über die Infek­ti­ons­lage zu bekommen.

Fak­ten-Check: falsch, die Lage hat sich eher ent­spannt. In den Kli­ni­ken gibt es höchs­tens wegen Per­so­nal­man­gel (gegen den Herr Lau­ter­bach lei­der gar nichts tut) Schwierigkeiten.

17.12.2021

Quelle:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/lauterbach-corona-welle-101.html

Lau­ter­bach zu Omi­kron-Vari­ante “Ste­hen vor mas­si­ver fünf­ter Welle”

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lau­ter­bach äußert sich besorgt über den wei­te­ren Ver­lauf der Pan­de­mie in Deutsch­land. Mit Blick auf die neue Coro­na­vi­rus-Vari­ante Omi­kron sagte der SPD-Poli­ti­ker in Han­no­ver, er gehe von einer “mas­si­ven fünf­ten Welle aus”.

Er sei mit Kol­le­gen in Groß­bri­tan­nien in Kon­takt, und deren Berichte seien besorg­nis­er­re­gend. “Das heißt, wir müs­sen uns hier tat­säch­lich auf eine Her­aus­for­de­rung ein­stel­len, die wir in die­ser Form noch nicht gehabt haben”, sagte Lau­ter­bach bei einem Besuch der nie­der­säch­si­schen Landesregierung.

Der Minis­ter sagte: “Wir sind an einem Schlüs­sel­punkt der Pan­de­mie.” Es sei nun gebo­ten, die Omi­kron-Welle so weit wie mög­lich auf­zu­hal­ten, betonte Lau­ter­bach. So könne Zeit gewon­nen wer­den, so viele Men­schen wie mög­lich mit einer Boos­ter-Imp­fung aus­zu­stat­ten. Für diese Auf­fri­schungs­imp­fun­gen stehe momen­tan vor allem der Impf­stoff von Moderna zur Ver­fü­gung, der genauso wirk­sam sei wie der von BioNTech/Pfizer, unter­strich der Bundesminister.

Schluss­fol­ge­rung: Gesund­heits­mi­nis­ter Lau­ter­bach will also „so viele Men­schen wie mög­lich mit einer Boos­ter-Imp­fung aus­zu­stat­ten“, und das, obwohl er jetzt schon weiß, dass eine „mas­sive fünfte Welle“ kom­men wird. Mit ande­ren Wor­ten: Ihr braucht alle die Boos­ter-Imp­fung, aber gegen die Omi­kron-Welle ist die wirkungslos!

Wie ist die Lage aber in Eng­land wirk­lich? Ja, die Omi­kron-Welle ist dort tat­säch­lich mas­siv über Groß­bri­tan­nien her­ein­ge­bro­chen. Und es wur­den zuvor bereits viel mehr Boos­ter-Imp­fun­gen als hier­zu­lande durch­ge­führt! Die schwe­ren Fälle in den Kli­ni­ken sind aber weit­ge­hend aus­ge­blie­ben. Es gab – wie übri­gens auch in dem Ursprungs­land Süd­afrika – fast aus­schließ­lich milde Ver­läufe. In Lon­don brach den­noch das wirt­schaft­li­che Leben fast zusam­men! Warum? Wegen der schwe­ren Krank­heits­ver­läufe? Nein, weit gefehlt! Wegen der Corona-Qua­ran­täne-Maß­nah­men! Die vie­len – meist sym­ptom­lo­sen – posi­tiv Getes­te­ten muss­ten zu Hause blei­ben. Die­ser tau­send­fa­che Zwangs­ur­laub hat die Wirt­schaft an den Rand des Kol­laps gebracht!

(vgl. auch Bei­trag: Wie gefähr­lich ist die Omikron-Variante?)

Aktuelle Situation – “Booster-Impfung”

Auf Grund der vie­len Pati­en­ten­an­fra­gen bie­tet unsere Pra­xis selbst­ver­ständ­lich auch die Boos­ter-Imp­fung für Covid-19 an.

Den­noch sind Zwei­fel an der Wirk­sam­keit die­ser Maß­nah­men angebracht.

Hieß es nicht im Früh­jahr: „Wenn wir erst mal eine Impf­quote von ca. 70% erreicht haben, sind wir durch „Her­denim­mu­ni­tät“ geschützt!?“ Und nun? Es gibt nur eine Lösung: Die „Boos­ter-Imp­fung“, mög­lichst mit Impf­pflicht für alle!

Es lohnt sich mal inne­zu­hal­ten und nach­zu­den­ken. Jetzt haben wir min­des­tens ca. 70% geimpft und so hohe Inzi­denz­zah­len wie noch nie. Merk­wür­dig, nicht wahr?

Und nun die Mel­dun­gen aus der Politik:

„Die Unge­impf­ten sind schuld!“ „Tyran­nei der Unge­impf­ten“ (Ärz­te­prä­si­dent Frank Ulrich Mont­go­mery). Dabei sind mitt­ler­weile gut die Hälfte der Infi­zier­ten bereits dop­pelt geimpft, Ten­denz steigend:

Im Zeit­raum der 44. bis zur 47. Kalen­der­wo­che 2021 war laut Robert Koch-Insti­tut (RKI) in 71,3 Pro­zent der sym­pto­ma­ti­schen COVID-19-Fälle (mit Angabe zum Impf­sta­tus) in der Alters­gruppe der über 60-Jäh­ri­gen der Betrof­fene voll­stän­dig geimpft, han­delte es sich folg­lich um Impfdurchbrüche*.

STATISTA (03.12.2021): Anteil Impf­durch­brü­che unter sym­pto­ma­ti­schen COVID-19-Fäl­len in Deutsch­land Im Zeit­raum der 44. bis zur 47. Kalen­der­wo­che 2021 war laut Robert Koch-Insti­tut (RKI) in 71,3 Pro­zent der sym­pto­ma­ti­schen COVID-19-Fälle (mit Angabe zum Impf­sta­tus) in der Alters­gruppe der über 60-Jäh­ri­gen der Betrof­fene voll­stän­dig geimpft, han­delte es sich folg­lich um Impf­durch­brü­che*. Ein wahr­schein­li­cher Impf­durch­bruch ist defi­niert als SARS-CoV-2-Infek­tion mit kli­ni­scher Sym­pto­ma­tik, die bei einer voll­stän­dig geimpf­ten Per­son mit­tels PCR oder Erre­ger­iso­lie­rung dia­gnos­ti­ziert wurde.

Wie kann man bei die­sen Zah­len noch eine 2G-Rege­lung recht­fer­ti­gen? Wie lässt sich dar­aus eine Impf­pflicht ablei­ten? Und: Für wen sind eigent­lich die Unge­impf­ten eine Bedrohung?

Auch in unse­rer Pra­xis wol­len sich zuneh­mend auch junge Men­schen imp­fen las­sen, weni­ger aus Angst vor dem Covid-19-Virus, denn diese Angst ist für junge Men­schen (unter 50 Jahre) unbe­grün­det (siehe Sta­tis­tik). Es sind also weni­ger medi­zi­ni­sche Gründe, die für eine Imp­fung spre­chen. Mir scheint, wir imp­fen nicht mehr gegen das Virus, son­dern viel­mehr gegen die soziale Iso­la­tion. Viele Unge­impfte hal­ten ein­fach den – unge­recht­fer­tig­ten – gesell­schafts­po­li­ti­schen Druck nicht mehr aus!

Immer wie­der wird als Argu­ment vor­ge­bracht: „Ja, wenn wir doch auch eine höhere Impf­quote hät­ten, dann wäre uns vie­les erspart geblie­ben! Dann hät­ten wir jetzt nicht so hohe Inzidenzwerte!

Schauen wir zum Ver­gleich nach Portugal:

Impfquoten-Europameister Portugal

Noch im Okto­ber schrie­ben die Ruhr-Nach­rich­ten (Aus­zug ‑19.10.21):

Coro­na­vi­rus | Aus der Sache einen Krieg gemacht: Was Por­tu­gals Impf­kam­pa­gne so erfolg­reich machte

Por­tu­gal glänzt mit einer der bes­ten Impf­quo­ten – fast 100 Pro­zent der über Zwölf­jäh­ri­gen sind bereits geimpft. Vor allem einem Mann des Mili­tärs wird nach­ge­sagt, die Wende gebracht zu haben.

Via Twit­ter lobt Karl Lau­ter­bach am Sonn­tag­mor­gen die Impf­kam­pa­gne Por­tu­gals: 98 Pro­zent der über Zwölf­jäh­ri­gen in dem Land seien geimpft, schreibt der SPD-Gesund­heits­po­li­ti­ker in sei­nem Post. Der „fan­tas­ti­sche Erfolg“ gehe zurück auf eine offen­sive Auf­klä­rung zu Wir­kung und Neben­wir­kun­gen der Imp­fung, heißt es wei­ter – und auf eine „fast mili­tä­risch“ orga­ni­sierte Kam­pa­gne. Sein abschlie­ßen­des Urteil: „Davon kann man lernen.“

Lau­ter­bach bezieht sich auf einen Bericht der „New York Times“, wonach der plötz­li­che Erfolg des Pro­gramms vor allem einem Mann gebührt: Vize­ad­mi­ral Hen­ri­que Gou­veia e Melo. Dem­nach wandte sich die Regie­rung an ihn, als die Impf­kam­pa­gne Por­tu­gals stockte – und er habe sie so umge­kehrt, dass die Poli­tik dabei fortan keine Rolle mehr spielte. „Das erste ist, aus die­ser Sache einen Krieg zu machen“, wird Gou­veia e Melo zitiert. Pas­send dazu habe er bei Fern­seh­auf­trit­ten seine Kampf­uni­form getragen.

Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/

Doch im Dezem­ber 2021 sieht die Lage anders aus:

Die Infek­ti­ons­rate liegt mit 11.4 % (Stand 05.12.2021) deut­lich höher als in Deutsch­land mit 7,4 %. Und die Leta­li­täts­rate ist eben­falls fast gleich.

Die Ruhr Nach­rich­ten berich­te­ten am 02.12.2021 aller­dings ohne Kom­men­tar als Randnotiz:

RN 02.12.2021 (Corona-Split­ter)

Por­tu­gal wie­der im Notfallzustand:

In Por­tu­gal gilt seit Mitt­woch wegen stei­gen­der Corona-Zah­len wie­der der Not­fall­zu­stand mit neuen Beschrän­kun­gen und Testre­geln. Alle Besu­cher, die auf dem Luft­weg ein­rei­sen, müs­sen nun einen negati­ven Test vor­wei­sen – selbst dann, wenn sie geimpft oder gene­sen sind. Nach den Jah­res­end­fei­er­ta­gen werde es eine „Woche der Zurück­hal­tung” mit obliga­torischem Home­of­fice sowie mit geschlos­se­nen Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten, Bars und Dis­ko­the­ken geben.

Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/

Das bedeu­tet also: nach ca. 6 Mona­ten sinkt der Impf­schutz rapide. Geimpfte kön­nen genauso andere infi­zie­ren wie Unge­impfte. Das lässt eine heikle Frage auf­kom­men: Ist die Imp­fung Teil der Lösung oder Teil des Problems?

Es gäbe näm­lich eine Erklä­rung für das Phä­no­men, dass trotz vie­ler Imp­fun­gen den­noch oder gerade des­we­gen eine höhere Inzi­di­enz ent­steht. Das Phä­no­men ist mitt­ler­weile in Fach­krei­sen bekannt unter dem Begriff „Anti­body Depen­dent Enhan­ce­ment“ (ADE; sinn­ge­mäß über­setzt „infek­ti­ons­ver­stär­kende Antikörper“). 

“Booster Impfung”, – Rettung oder Fluch?

ADE wurde bereits 2020 bekannt. Dabei han­delt es sich dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­rium zufolge um infek­ti­ons­ver­stär­kende Anti­kör­per, die eine hef­tige Immun­re­ak­tion zur Folge haben kön­nen. Nicht nur die Infek­tion mit dem Coro­na­vi­rus selbst, auch eine Imp­fung könne theo­re­tisch ADE zur Folge haben, infor­miert das Paul-Ehr­lich-Insti­tut. Die von B‑Immunzellen gebil­de­ten Anti­kör­per, die nor­ma­ler­weise das Virus atta­ckie­ren sol­len, tun in dem Fall genau das Gegen­teil. Sie wür­den dem Virus den Ein­tritt in die mensch­li­chen Zel­len erleich­tern und damit die Ver­meh­rung des Krank­heits­er­re­gers beschleu­ni­gen. ADE ver­schlim­mert also die Krank­heit statt sie zu lindern.

Das Paul-Ehr­lich-Insti­tut ist sehr bemüht zu beto­nen, dass es bis­her keine Hin­weise auf ADE gibt (03.11.2021):

Lei­der stei­gen die neue­ren Stu­dien bzw. Review, dass der Ver­dacht immer mehr zur Gewiss­heit wird:

Neue Studien zu ADE (Antibody Dependent Enhancement)

Lei­der zei­gen neuere Stu­dien bzw. Reviews, dass der Ver­dacht immer mehr zur Gewiss­heit wird:

Int J Immu­no­pa­thol Phar­ma­col. 2021 Jan-Dec; 35: 20587384211050199.

Publis­hed online 2021 Oct 10. doi: 10.1177/20587384211050199

PMCID: PMC8512237 /PMID: 34632844

A review: Anti­body-depen­dent enhan­ce­ment in COVID-19: The not so friendly side of antibodies

Gabriela Ath­ziri Sánchez-Zuno,1,† Mónica Gua­da­lupe Matuz-Flores,1,† Guil­lermo González-Estevez,1 Fer­di­nando Nicoletti,2 Fran­cisco Javier Turrubiates-Hernández,1 Katia Mangano,2 and José Fran­cisco Muñoz-Valle1

[Über­set­zung: /www.deepl.com/]

Schluss­fol­ge­run­gen

Der Aus­bruch und die rasche Aus­brei­tung von SARS-CoV‑2 stel­len eine Gesund­heits­be­dro­hung mit bei­spiel­lo­sen Fol­gen für die ganze Welt dar. In Anbe­tracht der gro­ßen wirt­schaft­li­chen und gesund­heit­li­chen Belas­tung durch die COVID-19-Pan­de­mie wäre jedes Mit­tel zur Ver­bes­se­rung des Zustands der Pati­en­ten, zur Beschleu­ni­gung ihrer Gene­sung und zur Ver­rin­ge­rung des Risi­kos einer Ver­schlech­te­rung und des Todes von gro­ßer kli­ni­scher und wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung. Was die vom Wirt erzeugte Immun­re­ak­tion betrifft, so wer­den die spe­zi­fi­schen neu­tra­li­sie­ren­den Anti­kör­per, die gegen das Virus gebil­det wer­den, als wesent­lich für die Kon­trolle von Virus­in­fek­tio­nen ange­se­hen, und zwar auf ver­schie­dene Weise. In eini­gen Fäl­len kann das Vor­han­den­sein spe­zi­fi­scher Anti­kör­per jedoch auch für das Virus von Vor­teil sein. Diese Akti­vi­tät, die als anti­kör­per­ab­hän­gige Ver­stär­kung (ADE) der Virus­in­fek­tion bekannt ist, för­dert den Ein­tritt des Virus in die Wirts­zel­len und in eini­gen Fäl­len auch die Virus­re­pli­ka­tion durch Inter­ak­tion mit Fc- und/oder Kom­ple­ment­re­zep­to­ren. Aus Daten frü­he­rer CoV-For­schungs­stu­dien geht her­vor, dass ADE eine Rolle bei der Patho­lo­gie des Virus spie­len kann.

Obwohl meh­rere Impf­stoffe von den Auf­sichts­be­hör­den unter Not­fall­be­din­gun­gen zuge­las­sen wur­den und welt­weit ver­trie­ben wer­den, kön­nen wir nicht aus­schlie­ßen, dass die Evo­lu­tion des Virus sich direkt auf seine Ziele aus­wirkt, so dass das neu mutierte Virus dem durch frü­here Infek­tio­nen oder Imp­fun­gen indu­zier­ten Schutz durch Anti­kör­per ent­ge­hen kann.

Wenn die Impf­stoffe nicht in der Lage sind, neu­tra­li­sie­rende Anti­kör­per gegen die mög­li­chen mutier­ten Vari­an­ten zu bil­den, um eine Reak­tion her­vor­zu­ru­fen, kann dies zur Bil­dung von sub­neu­tra­li­sie­ren­den Anti­kör­pern füh­ren, die sogar die Auf­nahme durch Makro­pha­gen, die FcR expri­mie­ren, erleich­tern kön­nen, was zu einer Sti­mu­lie­rung der Makro­pha­gen und der Pro­duk­tion von pro­in­flamma­to­ri­schen Zyto­ki­nen führt.

Ein Vor­teil der aktu­el­len Pan­de­mien ist die bei­spiel­lose Ver­füg­bar­keit wis­sen­schaft­li­cher und tech­no­lo­gi­scher Mit­tel zur Bekämp­fung von COVID-19. Auf die­ser Grund­lage müs­sen Impf­stoffe sorg­fäl­tig kon­zi­piert und getes­tet wer­den, um zu ermit­teln, wel­che vira­len Muta­tio­nen der durch Anti­kör­per ver­mit­tel­ten Neu­tra­li­sie­rung ent­ge­hen kön­nen und wel­che Muta­tio­nen die Wirk­sam­keit der der­zeit zuge­las­se­nen Impf­stoffe erheb­lich beeinträchtigen. 

Aus der Zeit­schrift “Nature” (09.12.2021)

The poten­tial of COVID‑19 pati­ents’ sera to cause antibody‑dependent enhan­ce­ment of infec­tion and IL‑6

Autoren: Jun Shi­mizu, Tada­hiro Sasaki et al.

[Über­set­zung: /www.deepl.com/]

Schluss­fol­ge­run­gen

Der Aus­bruch und die rasche Aus­brei­tung von SARS-CoV‑2 stel­len eine Gesund­heits­be­dro­hung mit bei­spiel­lo­sen Fol­gen für die ganze Welt dar. In Anbe­tracht der gro­ßen wirt­schaft­li­chen und gesund­heit­li­chen Belas­tung durch die COVID-19-Pan­de­mie wäre jedes Mit­tel zur Ver­bes­se­rung des Zustands der Pati­en­ten, zur Beschleu­ni­gung ihrer Gene­sung und zur Ver­rin­ge­rung des Risi­kos einer Ver­schlech­te­rung und des Todes von gro­ßer kli­ni­scher und wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung. Was die vom Wirt erzeugte Immun­re­ak­tion betrifft, so wer­den die spe­zi­fi­schen neu­tra­li­sie­ren­den Anti­kör­per, die gegen das Virus gebil­det wer­den, als wesent­lich für die Kon­trolle von Virus­in­fek­tio­nen ange­se­hen, und zwar auf ver­schie­dene Weise. In eini­gen Fäl­len kann das Vor­han­den­sein spe­zi­fi­scher Anti­kör­per jedoch auch für das Virus von Vor­teil sein. Diese Akti­vi­tät, die als anti­kör­per­ab­hän­gige Ver­stär­kung (ADE) der Virus­in­fek­tion bekannt ist, för­dert den Ein­tritt des Virus in die Wirts­zel­len und in eini­gen Fäl­len auch die Virus­re­pli­ka­tion durch Inter­ak­tion mit Fc- und/oder Kom­ple­ment­re­zep­to­ren. Aus Daten frü­he­rer CoV-For­schungs­stu­dien geht her­vor, dass ADE eine Rolle bei der Patho­lo­gie des Virus spie­len kann.

Obwohl meh­rere Impf­stoffe von den Auf­sichts­be­hör­den unter Not­fall­be­din­gun­gen zuge­las­sen wur­den und welt­weit ver­trie­ben wer­den, kön­nen wir nicht aus­schlie­ßen, dass die Evo­lu­tion des Virus sich direkt auf seine Ziele aus­wirkt, so dass das neu mutierte Virus dem durch frü­here Infek­tio­nen oder Imp­fun­gen indu­zier­ten Schutz durch Anti­kör­per ent­ge­hen kann.

Wenn die Impf­stoffe nicht in der Lage sind, neu­tra­li­sie­rende Anti­kör­per gegen die mög­li­chen mutier­ten Vari­an­ten zu bil­den, um eine Reak­tion her­vor­zu­ru­fen, kann dies zur Bil­dung von sub­neu­tra­li­sie­ren­den Anti­kör­pern füh­ren, die sogar die Auf­nahme durch Makro­pha­gen, die FcR expri­mie­ren, erleich­tern kön­nen, was zu einer Sti­mu­lie­rung der Makro­pha­gen und der Pro­duk­tion von pro­in­flamma­to­ri­schen Zyto­ki­nen führt.

Ein Vor­teil der aktu­el­len Pan­de­mien ist die bei­spiel­lose Ver­füg­bar­keit wis­sen­schaft­li­cher und tech­no­lo­gi­scher Mit­tel zur Bekämp­fung von COVID-19. Auf die­ser Grund­lage müs­sen Impf­stoffe sorg­fäl­tig kon­zi­piert und getes­tet wer­den, um zu ermit­teln, wel­che vira­len Muta­tio­nen der durch Anti­kör­per ver­mit­tel­ten Neu­tra­li­sie­rung ent­ge­hen kön­nen und wel­che Muta­tio­nen die Wirk­sam­keit der der­zeit zuge­las­se­nen Impf­stoffe erheb­lich beeinträchtigen. 

Wenn es aller­dings ADE ist, und m. E. wäre das die schlüs­sigste Erklä­rung, dann wäre wei­te­res Imp­fen kon­tra­pro­duk­tiv und schädlich.

Aber ist die Situation wirklich so bedrohlich?

Bei Per­so­nen unter 70 Jahre (aus­ge­nom­men Risi­ko­pa­ti­en­ten, z. B. über­ge­wich­tige Dia­be­ti­ker) ist das Risiko, bei einer Covid-19-Infek­tion einen schwe­ren Ver­lauf zu erlei­den, wei­ter­hin eher gering:

 

Schauen wir zurück auf 2020. Gab es durch Covid-19 eine erhöhte Übersterblichkeit?

Die Ant­wort ver­blüfft: Nein, es gab keine Übersterblichkeit!